Flüchtlingsarbeit: psycho-soziale Betreuung

  • „… und es kommen Menschen!“
  • 177 geflohene Menschen leben am 18. Februar 2018 in Inden
  • Integration vollzieht sich letztlich in den Kommunen und Gemeinden

Die Flüchtlingsarbeit in der Gemeinde Inden benötigt eine psycho-soziale Betreuung

  • es gibt keine hauptberufliche Stelle in der Gemeinde Inden (weder von der Gemeinde, noch von den Kirchen oder regionalen Trägern)
    (Hausmeister, Integrationshelfer, Flüchtlings- oder Ehrenamtskoordinatoren haben keine Qualifikation / Stellenbeschreibung zur psycho-sozialen Betreuung.)
  • 3,83% der Landesmittel an die Gemeinde Inden für die Flüchtlingsarbeit sind seit Jahren zweckgebunden (!) für die soziale Betreuung zu verwenden.

Geflüchtete Menschen leben in sehr belastenden und chronisch traumatisierenden Kontexten, geprägt von Unsicherheit, Perspektivlosigkeit und Abhängigkeit. Entsprechende Betreuungsangebote sind nur sehr begrenzt verfügbar.
Auch Menschen (Freiwillige), die in solchen vielschichtigen, unsicheren Kontexten arbeiten, benötigen dringend psycho-soziale Unterstützung.

Konkreter Alltag
– bislang weitestgehend aufgefangen durch die freiwillige Arbeit im Asylkreis Inden

  • Notfälle, lebensbedrohliche / lebenslange Krankheiten, …
  • Schwangerschaften, Kindererziehung, Kindergarten, Schule, …
  • Familiennachzug, Probleme Familie Heimatland (Tod, Anschläge, …)
  • Alleinerziehende Mütter (Gewalt / fehlende Kinderbetreuung / …)
  • Dauerhaftes Leben in Unterkünften ohne Privatsphäre
  • Perspektive für Sprache, Ausbildung, Integration
  • Rolle Mann & Frau
  • Freiwillige: Überlastung, Krankheit, …

Konkrete Beispiel finden Sie hier:
2017-10-27 _Psycho-Soziale-Betreuung _Ergänzung Antrag Asylkreis


Politik Inden

  • am 05.10.2016 stellte der Asylkreis seine Arbeit im Sozial-Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde vor; inklusive der Forderung nach Sozialer Betreuung der Flüchtlingsarbeit.
  • am 19.05.2017, nach Diskussion und Absprache in den Gesprächsrunden mit Verwaltung und Politik, sowie mit der evangelischen Kirchengemeinde, stellte der Asylkreis den Antrag auf „Soziale Betreuung der Flüchtlingsarbeit“ an die Gemeinde Inden; z.H. Bürgermeister Langefeld.
    2017-05-19 _Antrag Soziale Betreuung
    2017-06-16 _Antrag Soziale Betreuung _Antwort Gemeinde 1
  • am 15.11.2017 tagt der Sozial-Sport- und Kulturausschuss zur Beratung und Entscheidung. Wir haben über den Vorsitzenden und die Verwaltung rechtzeitig die o.a. Ergänzung zum Antrag den Mitgliedern zukommen lassen.
    2017-11-15 _Beschlussvorlage von Seiten der Verwaltung 

Die Integration von Flüchtlingen kann nur vor Ort geleistet werden. Hier leben die Menschen, hier spielt sich Alltag ab, hier finden Begegnungen statt – oder auch nicht. Hier entscheidet sich, wie die Integration der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion gelingt. Das gesellschaftliche Klima wird maßgeblich durch eine klare Positionierung der Repräsentanten der jeweiligen Kommune für die Integration der Flüchtlinge in die örtliche Gesellschaft beeinflusst.

Die Frage, „können wir eine solche Stelle finanzieren“, stellt sich mit so einer Positionierung jedenfalls nicht. Der persönliche Auftrag jedes Ratsmitgliedes lautet, wie stellen wir die Finanzierung einer solchen Stelle (endlich) zum 01. Januar 2018 sicher.
„Wird es nicht sehr viel teurer, wenn wir weiterhin nichts tun?“; könnte eine Frage sein, die sich leicht mit JA beantworten lässt.

  • Ist es Aufgabe von Freiwilligen die psycho-soziale Betreuung von Menschen sicher zu stellen?
  • Ist es Aufgabe von Freiwilligen dem zuständigen Staat (- in diesem Fall auch den örtlichen Politikern -) Finanzierungsmöglichkeiten für notwendige Aufgaben aufzuzeigen?Wir finden nein und zeigen trotzdem gerne Möglichkeiten auf, die den Haushalt der Gemeinde nicht zusätzlich belasten; im Gegenteil.

Finanzierungsmöglichkeiten durch die Gemeinde Inden (Auswahl):

  • Weiterleitung aller zweckgebundenen Landesmittel an die evangelische Kirchengemeinde.
    – auch aus den Jahren 2014-2017; wo sind diese (20.000-50.000 € / je Jahr)?
  • Anträge auf Fördermittel (z.B. Kreis / Land / Bund / Europa / Stiftungen / …)
    (Mögliche Quelle: http://www.bpb.de/partner/akquisos/222387/foerdermittel)
  • Kooperation mit weiteren Trägern (Kirchen, Wohlfahrtsverbände, ….)

(Stand: 14.01.2018)

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